Kontakt Downloads
alt-text

Wellschläuche

Kontakt


Wellschläuche – flexibel, robust und zuverlässig

Wellschläuche sind die ideale Lösung für den sicheren Transport von Gasen, Flüssigkeiten und Dampf unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen. Dank ihrer hohen Temperatur-, Druck- und Korrosionsbeständigkeit bieten sie maximale Sicherheit und Langlebigkeit. Ob in der Industrie, im Anlagenbau oder in der Energietechnik – Wellschläuche gewährleisten flexible Verbindungen dort, wo herkömmliche Schlauchsysteme an ihre Grenzen stoßen.

Ihre Vorteile auf einen Blick: Hohe Flexibilität, lange Lebensdauer, zuverlässige Dichtheit und optimale Beständigkeit gegen mechanische sowie thermische Belastungen.

Wellschläuche werden aus verschiedenen Werkstoffen mit gewelltem Profil hergestellt. Sie sind im Standardprogramm lieferbar für Durchmesser von DN6 bis DN300, bis zu einem Nenndruck von PN250 (abhängig von der Nennweite) und für Temperaturen von -270°C bis max. 550°C. Schlauchleitungen können mit den unterschiedlichsten Anschlussarmaturen geliefert werden.

Sonderkonstruktionen für höhere Drücke oder spezielle Einsatzbedingungen sind auf Anfrage möglich.

Schlauch-Anwendungen

Schlauch-Typen

alt-text

Ringwellschläuche mittlere Ausführung, normal gewellt

alt-text

Ringwellschläuche mittlere Ausführung, eng gewellt/hochflexibel

alt-text

Ringwellschläuche mittlere Ausführung, weit gewellt

alt-text

Ringwellschläuche schwere Ausführung, normal gewellt

alt-text

Ringwellschläuche schwere Ausführung, normal gewellt

alt-text

Semiflexible Ringwellschlauch, sehr weit gewellt

alt-text

Semiflexibler Ringwellschlauch, flach gewellt

alt-text

Wendelwellschläuche semiflexibel mechanisch gewellt.
Wandstärke erhöht

alt-text

Vielseitig und passgenau

Kundenspezifische Lösungen

Wir können mehr als Standard. Wir finden auch Lösungen für Ihre Anforderungen.

Nächste Schritte

Download: FLEXPERTE Kundenversion

FLEXPERTE: Das Auslegungsprogramm für die komplette Produktpalette der Witzenmann-Gruppe mit einer funktionsspezifischen Untergliederung

  • Metallschläuche
  • Kompensatoren
  • Metallbäge
  • Lager, Hänger, Stützen
Neben den Berechnungsformeln sind ebenso Zeichnungsdaten sowie komplette 3D CAD-Zeichnungen hinterlegt. Versehen mit Schnittstellen zu u.a. E3D, S3D, Rohr2 ist das Programm vielseitig und universell einsetzbar.

Weitere Fragen

Nichts geht über den direkten Kontakt. Gerne nehmen wir uns Zeit für ein persönliches Gespräch und beantworten Ihre Fragen individuell.
Bitte senden Sie uns eine Anfrage über unser Kontaktformular, wir werden uns dann umgehend bei Ihnen melden.

Fragen und Antworten

Ein Metallschlauch besteht in seiner klassischen Ausführung als Wellschlauchleitung aus drei Kernkomponenten:

  • einem Wellschlauch als dichtes und drucktragendes Element,
  • einem äußeren Schlauchgeflecht zur Aufnahme der Längskraft durch Innendruck,
  • sowie den Anschlussarmaturen als Schnittstelle zur Umgebung.
Optional können ein PTFE-Liner zur Erhöhung der Chemikalienbeständigkeit, ein Innengeflecht zur Strömungsführung, eine äußere Runddrahtwendel oder Schutzschlauch für mechanischen Schutz ergänzt werden.

Standardwerkstoff für den Wellschlauch ist der austenitische Edelstahl 1.4404 und für das Geflecht 1.4301.

Für höhere Korrosions- bzw. Temperaturanforderungen stehen weitere Werkstoff wie 1.4565, 2.4856, 1.4571 sowie weitere Edelstahllegierungen zur Verfügung.

Der maximal zulässige Betriebsdruck einer Wellschlauchleitung ist grundsätzlich abhängig von der Betriebstemperatur. Werkstoffspezifische Abminderungsfaktoren reduzieren den zulässigen Betriebsdruck bei erhöhten Temperaturen.

In der Standardausführung sind bei kleinen Nennweiten und unter Raumtemperatur Nenndrücke bis 250 bar bei 4-facher Berstdruckfestigkeit möglich. Für noch höhere Druckanforderungen stehen diverse Sonderausführungen zur Verfügung.

Die maximale Betriebstemperatur liegt für Standardedelstähle druckabhängig bei 550°C; mit Sonderwerkstoffen noch höher. Im Tieftemperaturbereich sind -270°C möglich.

Relevante Auslegungsparameter sind:

  • Nennweite (DN) und Innendurchmesser
  • Betriebsdruck (PS) und Betriebstemperatur (TS)
  • Art der Bewegung (Hub, Schwingung, Wärmedehnung) und Lastspielzahl
  • Medium (Korrosionsbeständigkeit, Chemikalienbeständigkeit)
  • Einbauform (U-Bogen, 90°-Bogen, lateral)
  • Normanforderungen und Zulassungen (z. B. DVGW, DGRL, DIN EN ISO 10380)

Für die normkonforme Auslegung steht FLEXPERTE (Downloadversion) zur Verfügung: Nach Eingabe der Betriebsbedingungen liefert das Tool geeignete Produktvorschläge mit allen Einbaumaßen und Skizzen.

Die wichtigsten Regelwerke für Wellschläuche sind:

  • DIN EN ISO 10380: (Internationale Hauptnorm: Auslegung, Herstellung und Prüfung gewellter Metallschläuche)
  • DIN EN 14585: Produktnorm zur EU-Druckgeräterichtlinie (DGRL 2014/68/EU)
  • DGRL (2014/68/EU): Verbindliche EU-Richtlinie für Druckgeräte; Metallschläuche fallen unter „Rohrleitungen"
  • DIN 3384 : Gasschlauchleitungen aus nichtrostendem Stahl (industriell, bis PN 16)
  • DIN 2827: Schlauchleitungen für chemische Stoffe
  • DIN EN 15265 / EN 14800: Gasleitungen und Gasschläuche für Gebäude und Haushaltsgeräte
  • DIN EN 16617: Gewellte Metallschlauchleitungen für brennbare Gase

Witzenmann ist u. a. zertifiziert nach ISO 9001, IATF 16949, EN 9100, ISO 14001, DGRL 2014/68/EU, EN15085, EN ISO 3834-2 sowie mit produktspezifischen Zulassungen von DVGW, SVGW, VdS, FM und internationalen Schifffahrtsklassifikationsgesellschaften (ABS, BV, DNV, LRS).

  • Keine axiale Dehnungsaufnahme möglich – Wellschläuche sind im U-Bogen (180°) oder 90°-Bogen einzubauen.
  • Mindestbiegeradius darf nie unterschritten werden.
  • Torsion vermeiden – Schlauch zunächst nur einseitig befestigen, 2–3 Bewegungszyklen drucklos durchfahren, dann beide Seiten festziehen.
  • Festpunkte unmittelbar hinter dem Schlauchleitungsende positionieren.
  • Sichtkontrolle durch den Betreiber in regelmäßigen Abständen auf Knicke, Geflechtsabrisse und Korrosion.
  • Isolierungen dürfen die Beweglichkeit nicht einschränken; korrosive Isoliermaterialien sind verboten.
  • Druckprüfung vor Inbetriebnahme durchführen; Prüfdruck nur bei Raumtemperatur aufbringen.