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Witzenmann stellt auf der Achema IoT- Kompensator-Studie vor

07.06.2018

Die Industrie ist im Wandel. Digitalisierung oder Industrie 4.0 sind hier die Schlagworte. Dass diese Themen mittlerweile auch bei Systemkomponenten durchaus Relevanz haben, kann man nun auch auf der Achema 2018 sehen – und testen.

Die Witzenmann-Gruppe, stellt mit ihrer IoT-Kompensator-Studie erstmals flexible Leitungskomponenten vor, die digital in das Monitoring von Rohrleitungsnetzen eingebunden werden können.

Wo liegt der Mehrwert eines solchen Bauteils?

Im Bereich prozesstechnischer Anlagen machen die laufenden Betriebskosten bis zu 70% der Gesamtkosten aus. Ursachen dafür sind in der Regel mangelnde Informationen über den Betriebszustand der einzelnen Anlagenkomponenten, die im Zusammenspiel die Funktionssicherheit einer Anlage gewährleisten.  Bisher war es nur unzureichend möglich, den Betriebszustand wichtiger Funktionskomponenten kontinuierlich zu überwachen, mit der Folge, dass das Risiko eines unerwarteten Anlagenausfalls steigt und die Gesamtwirtschaftlichkeit somit abnimmt. Kompensatoren zählen zu den wichtigsten Sicherheitselementen im Rohrleitungsnetz von Industrieanlagen.

Die IoT- Kompensator-Studie ermöglicht durch eine intelligent verknüpfte Sensorik nun erstmals eine kontinuierliche Auswertung des Betriebszustandes in Echtzeit. Erstmals kann der Betreiber alle relevanten Daten des Kompensators direkt abrufen und in Kontext zur gesamten Anlage setzen.
In der Studie wurden folgende Innovationen realisiert:

Condition Monitoring in Echtzeit

Über ein Dashboard wird kontinuierlich in Echtzeit ein FEM- Modell des Kompensators erstellt das über die aktuelle Belastungssituation des Balges informiert und diese sichtbar macht. Parallel dazu wird aus den realen Betriebsdaten fortwährend die noch verbleibende Lebensdauer des Bauteiles errechnet. Insgesamt wird die Anlage dadurch sicherer und wirtschaftlicher, da ein unvorhergesehener Bauteilausfall weitgehend ausgeschlossen werden kann. Der Verschleiß des Bauteils kann dadurch wesentlich genauer abgeschätzt werden und eventuelle turnusmäßige Austausch- bzw. Inspektionsintervalle können effektiver in den Anlagenrevisionszyklus eingeplant werden.

Digitales Typenschild

Die komplette Bauteildokumentation auf einen Blick. Von den spezifischen Auslegungsparametern, technischer Zeichnung, bis zur Typisierung des Bauteiles oder herstellerseitigem Ansprechpartner. Das macht es auch nach Jahrzehnten möglich, einfach auf alle relevanten Daten zugreifen zu können. Über das digitale Typenschild können die dynamischen Daten des Bauteiles direkt ausgelesen werden, um so schnell und unkompliziert bei Bedarf ein identisches Bauteil oder ingenieurtechnische Beratung vom Hersteller anzufordern. Neben dem reinen verfügbar machen von Betriebsdaten bietet der IoT-Kompensator noch ein spannendes Highlight: Predictive Maintenance

Predictive Maintenance

Es werden nicht nur die aktuellen Betriebsdaten erfasst, sondern die gesamte Beanspruchungshistorie des Bauteils gespeichert. Der Kompensator erfasst alle relevanten Daten, auch systemseitig ungeplante Einflüsse wie z.B. Druckstöße oder ungeplante Temperaturverläufe. Dadurch kann der Hersteller für den Anlagenbetreiber beim Austausch eines Bauteils exakt dessen Beanspruchung auswerten.
Der Mehrwert entsteht durch diese präzise Ursachenanalyse, mittels der dann Folgebauteile genau auf die Anlagenanforderungen ausgelegt werden können. Auch hier schlagen sich das Wissen und die Verfügbarkeit von detaillierten Betriebsdaten in einer höheren Wirtschaftlichkeit und Laufzeit der gesamten Anlage nieder.

Durch die IoT-Kompensator-Studie wird deutlich, wie Witzenmann-Kunden von den Möglichkeiten der Industrie 4.0 profitieren können. Sie erhalten einen umfassenden, integrierten Service. Flexible metallische Elemente werden integraler Bestandteil einer digitalisierten Prozesslieferkette mit neuen, individualisierten Service- und Engineeringangeboten.

Witzenmann Pforzheim

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