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Witzenmann behauptet sich gut im schwierigen Umfeld

02.11.2016

Das Pforzheimer Familienunternehmen verzeichnet leichten Umsatzrückgang, blickt jedoch zuversichtlich in die Zukunft. Internationale Präsenz, Produktvielfalt und Innovationskraft sichern die Marktposition.

Die Witzenmann-Gruppe liegt bis Ende September bei 427 Mio. € Umsatz. Das sind 2,2 % (kursbereinigt: -1%) weniger als im Vorjahr und 9,8 Mio. € unter Plan. Leichte Zuwächse sind in Deutschland und Europa zu verzeichnen, Asien ist stabil und die Umsätze in USA sind rückläufig.

Fahrzeuggeschäft mit größtem Anteil
Unverändert laufen die Geschäfte mit der Automobilindustrie gut. Mehr als die Hälfte des Umsatzes werden in diesem Geschäftsfeld realisiert. In Europa und Asien steigen die PKW-Zulassungen weiterhin an. Eine hohe Konsumbereitschaft und ein niedriger Benzinpreis sind Treiber der Automobilnachfrage. Als kompetenter Entwicklungspartner unterstützt Witzenmann seine Kunden weltweit mit Komponenten zur Realisierung von verbrauchsarmen Antriebskonzepten und zur Erreichung der immer strengeren Umweltnormen.
Anders stellt sich die Situation im Markt für Bau- und Landmaschinen dar. Er ist stark verbunden mit der Rohstoffförderung und -verarbeitung. Die niedrigen Preise für Öl und Gas sowie landwirtschaftliche Rohstoffe wirken sich negativ auf das Geschäft aus. Alle wichtigen Kunden dieses Bereichs müssen erhebliche Nachfragerückgänge verkraften.

Stagnation in der allgemeinen Industrie
Auch die Märkte der Allgemeinen Industrie leiden unter den niedrigen Preisen für Rohstoffe. Anlagenneubauten oder die Modernisierung von Industriekomplexen werden verschoben. Im Kompensatorengeschäft fehlen seit einiger Zeit große Projekte im Kraftwerksbau, in der Chemie, der Petrochemie oder in der Stahlindustrie. Deshalb liegt der Umsatz auch unter Plan. Allerdings zeigt hier die Entwicklung der Auftragseingänge nach oben.

Zuwachs bei der Beschäftigung weltweit
Weltweit arbeiteten Ende September 2016 4.068 Mitarbeiter für die Witzenmann-Gruppe. Dies bedeutet einen Zuwachs von 3,2 % gegenüber Ende 2015 (3.941 Mitarbeiter). Rund 48 % der Beschäftigten arbeiten in den deutschen Gesellschaften, 31 % im europäischen Ausland und rund 21 % in den Tochterunternehmen in Amerika und Asien. Das Stammhaus in Pforzheim übernimmt wichtige Aufgaben als Kompetenz- und Steuerungszentrum für die gesamte Unternehmens-gruppe.

Finanziell gut aufgestellt
Wie üblich verbleibt der erwirtschaftete Gewinn ganz überwiegend im Unternehmen. Die Eigenkapitalquote liegt derzeit bei knapp 59 %. Die Investitionsquote bleibt mit rund 7,4 % auf einem hohen Niveau.

Zukunftsgerichtete Strategie
Unter Berücksichtigung der Technologie- und Markt-Trends richtet die Witzenmann-Gruppe ihr Geschäft auf die Zukunft aus. Trotz der Tendenz zur Elektromobilität existieren zahlreiche Potentiale im konventionellen Antrieb vor allem aufgrund der zunehmend strengeren Abgasnormen. Unabhängig von der jeweiligen Antriebsart bieten aber die Produkte und Anwendungen vielfältige Möglichkeiten im Bereich der Medienführung, auch für die Fahrzeuge der Zukunft.
Witzenmann nutzt seine internationalen Standorte, um dort neue Geschäftsfelder in der Allgemeinen Industrie, der Luft- und Raumfahrt, Schiene und der Gebäudeausrüstung zu erschließen. Die Digitalisierung eröffnet große Chancen, das Geschäftsmodell gewinnbringend zu erweitern, beispielsweise im Bereich des Vertriebs standardisierter Qualitätsprodukte oder mit speziellen Konfiguratoren. Das Witzenmann Innovationsmanagement wird zudem über die genannten Möglichkeiten hinaus neue Produkte, Anwendungen und Dienstleistungen entwickeln.

Witzenmann Pforzheim

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