Aktuell
Neues Witzenmann-Produkt für die Klimatechnik im Automobil
Die Anzahl der Klimaanlagen in europäischen Pkws steigt stetig und selbst Kleinwagen gibt es kaum mehr „ohne“. Gleichzeitig müssen in der nunmehr anstehenden dritten Generation von PKW-Klimaanlagen verschärfte Umweltschutzanforderungen mit neuen Prinzipien und Techniken erfüllt werden.
Auslaufmodell R134a
Seit 1998 werden Klimaanlagen in PKW mit dem Kältemittel R134a betrieben. R134a schädigt zwar nicht wie sein Vorgänger, der Fluorchlorkohlenwasserstoff R12 die Ozonschicht, ist aber beileibe kein Saubermann: Als fluorierter Kohlenwasserstoff besitzt er ein extrem hohes Treibhauspotenzial (GWP) von 1300. Diese Vergleichszahl verdeutlicht, dass ein Kilogramm ermittiertes R134a die gleiche Treibhauswirkung hat wie 1300 Kilogramm CO2. Die durch Permeation, Leckage und bei der Entsorgung freiwerdenden Mengen an R134a tragen somit wesentlich zum Treibhauseffekt bei. Das Kyoto Klimaschutzprotokoll weist deshalb R134a als unerwünschte Substanz aus und die EU-Richtlinie 2006/40/EC verbietet den Einsatz von R134a-Klimaanlagen in neu entwickelten Fahrzeugen ab 2011.
Das aus natürlichen Quellen stammende oder als Abfallprodukt der chemischen Industrie erzeugte Kältemittel R744 (CO2) belastet hingegen die Atmosphäre nicht zusätzlich und hat im Vergleich zum Kältemittel R134a günstigere thermodynamische Eigenschaften, was sich vorteilhaft auf den Kraftstoffverbrauch der Klimaanlage auswirkt und für mehr Innenraumkomfort durch eine verbesserte Kühlleistung sorgt. Deshalb ist R744 die derzeit viel versprechendste, umweltfreundliche Alternative zum Kältemittel R134a in Klimaanlagen von Fahrzeugen. Die stofflichen Eigenschaften von CO2, und die Betriebsbedingungen der R744-Klimaanlagen erfordern allerdings völlig neuartige Kältemittelschläuche.